DIE NEUEN FLIESEN UND DIE NOMADEN
SO, 01.01.1989

AUSSTELLUNG DER STADTWERKSTATT
Ausstellung der STWST in 2 Räumen zum Wiener Treffen der Trans Europe Halles.
Arbeit der selbstverwalteten Kulturhäuser in Europa
Kunsthalle Exnergasse, Wien 1989.


1. RAUM
Ein Pflug wird in den Boden gerammt,
"um den Acker der Kultur endlich fruchtbar zu machen".

IDEE Georg Ritter, Thomas Lehner


2. RAUM
18 Krankenhausbetten, von denen einzelne durch Bestäubung mit Wasser naß gehalten werden; Windmaschine mit integriertem Lautsprecher bläst Töne durch den Raum und schafft angenehme Atmosphäre. Service in der heißen Großstadt. Willkommene Ruhestätte für Besucher der Ausstellung.

IDEE Gotthard Wagner, Georg Ritter, Markus Binder, Thomas Lehner



PUNKTE ZUR ZEIT, KULTURHÄUSER IN EUROPA

1. HEISSE STEINE Bauen Sie sich ein Haus im Laufen

2. KULTURAMT SACKBAHNHOF Wenn sie sich so umsieht, denkt sie: "Wo ist mein Feind?" Optimismus.

3. KULTURTOURISMUS
  • Bevor sich der Europäer die Weckuhr stellt, klingelt der Japaner. Den Japanern ist’s bei uns zu langsam, sie bauen einen ein Kilometer hochen TURM in drei Wochen – ICH MÖCHTE SIE CHEIRATEN. Wenn sie bei uns zu Gast sind, searchen sie uns FAST FORWARD. Je schneller die Kultur, umso langsamer bleibt sie.
  • Die Stadt ist ein Videogame, jeder Knopf ist eine Ansichtskarte. Die Kultur als historischer Abdruck und Ejakulation in der Gegenwart. Der Aschenbecher ist ein Kulturphilosoph, der Löffel ist sein Dirigent.

4. KULTURTOURISMUS IM KULTURHÄUSL, gibt es noch Karten? "Möchten Sie bitte zur Information gehen und fragen, was hier los ist?" Der andere darauf gähnend: "Darf man hier ein Feuer machen?" Dann wieder sie: "Ich darf nicht."

5. DER STROM FÄLLT AUS "Mir dauert das zu lange", sagte Milena nach einer Weile. "Mir auch." Über den Strom sprachen sie lieber nicht.

6. DIE NEUEN FLIESEN, INSPIRATION Der Freiraum muß wenigstens schön sein. Wann kommt der Punkt, an dem dem Häuslbauer das Dynamit ausgeht? Der Konstrukteur an der territorialen Sicherung: > Der Prozeß ist festgeworden <

7. KUNST- UND KORREKTURVEREIN "Freizeit heißt: Freisein von Zeit, wir warten auf den Tag der Arbeit." Der Künstler schiebt eine Sau. Der Kegelverein schaut.

8. Netzwerk SPORT, eine unabhängige Struktur. Der Künstler trainiert fleißig, der Sportler denkt nach, das Publikum fehlt.

9. MIT ARTS CRISTS Der Künstler entdeckt seine eigene Mittelmäßigkeit und rückt enger zusammen. DAS KULTURHÄUSL MARSCHIERT.

10. DEM KULTURNOMADEN FEHLT DIE BEUTE, dem Häuslbauer fehlt die Inspiration. Es ist starr und regt sich doch. was ist das?

11. EUROPÄISCHE GEMEINHEIT, sind Sie schon Mitglied? "Brauchen Sie nicht werden deppert!" "Schadet Zynismus der Gesundheit?" "Werden Sie nicht deppert brauchen!!" "Das bringen Sie auch zusammen."

12. DEKOLONISATION Der Mensch denkt im Dialekt, RADIO STADTWERKSTATT hört Ihnen zu. "Guten Tag, wir sind vom Fernsehen. Wo ist hier die Kamera?" Wenn’s mir einfällt, sende ich.

13. Skelette, die Sie sich aufsetzen können – Netzwerk Kunst – Nicht alleine ohnmächtig werden.

14. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie schön es wäre: Sie haben eine Sendestation und eine neue Bohrmaschine.

15. DIE KALTE DUSCHE, triefend nasses Krankenbett. Der Nomade schläft nicht, er holt Sie ein.

16. Unterhaltung ist kein Honiglecken. Du gehst hinein und nimmst ein Wagerl, kaufst die Band im Sechsertragerl.

17. DER GAST BLEIBT NICHT.

 


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