BAGGERHOCHZEIT
MI, 16.09.1987

DAS PROJEKT DER STADTWERKSTATT ZUR ARS ELECTRONICA 1987
Die Baustelle als Kunstobjekt

1987 versuchte die Stadtwerkstatt zum ersten Mal den Zugang zum Medium Fernsehen für ihr künstlerisches Anliegen zu öffnen. Im Rahmen der Ars Electronica sollte das Pilotprojekt mit dem Titel "Starterkabel - Brucknerkanal" eine Woche lang im lokalen Kabelnetz Linz-Wels-Steyr in der sendefreien Zeit von FS 2 live auf Sendung gehen.
Die Ars Electronica bezeichnet sich selbst als ein Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft. Fernsehen ist ein technologisches Medium, gesellschaftlich äußerst relevant und sollte daher auch als Instrument der Kunstausübung im Rahmen eines derartigen Festivals genutzt werden können.
Trotz politischer Interventionen und positiver Absichtserklärungen seitens der Postdirektion scheiterte das Vorhaben aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen. Lediglich dem ORF war das Veranstalten von Rundfunk gestattet.

Ein Nocturno für Bauarbeit und Baulärm

Was von den Vorarbeiten übrigblieb, war eine unverstärkte Klangerzählung mit und um die damalige Tiefgaragen-Großbaustelle auf dem Linzer Hauptplatz. Aufgewühlte Erde, Geräte und werkende Maschinen, Materialhaufen, übereinander gestapelte Container, Bauteile, Arbeiter und Passanten. Alles was tagsüber auf dem Linzer Hauptplatz zu sehen und zu hören ist, wird von der Stadtwerkstatt nach Dienstschluß anhand einer minutiösen Partitur und dramatischen Lichtchoreographie in die Nacht hineingetragen.
Das Publikum vor Ort kann das Geschehen im Gelände hautnah verfolgen oder via Videowall, auf dem "großen Fernsehapparat", bildnah konsumieren.
Diese Gegebenheit ist die geeignete Großbühne.



KONZEPT
Thomas Lehner
Georg Ritter
Gotthard Wagner
Markus Binder
Wolfgang Georgsdorf
Kurt Hennrich





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